Erste Einrichtungen in Berlin

Clara Grunwald arbeitete zuerst noch als Mittelschullehrerin in Berlin-Friedrichshain. Nach vielen Schwierigkeiten mit der Gründung des ersten deutschen Kinderhauses in Berlin-Lankwitz zog sie sich aus dem Schuldienst zurück und kümmerte sich nur noch um die Schaffung privater und staatlicher (Volks-)Kinderhäuser, in denen vorwiegend Arbeiterkinder betreut wurden.

Im Lankwitzer Kinderhaus wurde sogar ein Film gedreht, den Clara Grunwald auf ihren zahlreichen Vortragsreisen zeigte. Dieses Kinderhaus wurde bereits zwei Jahre nach seiner Eröffnung von den Behörden wegen angeblichen Raummangels geschlossen. Zwei weitere Volkskinderhäuser entstanden in Wedding, Leopoldplatz 1, und in Lichtenberg, Scharnweberstraße 19. Es war die Zeit der Inflation und die Not war überall groß. Die Eltern dieser Kinder waren meistens beide berufstätig und mussten ihre Kinder irgendwie unterbringen. Schließlich schaffte es Clara Grundwald, finanziell von der Halbtagsbetreuung zur Ganztagsbetreuung von 8-17 Uhr übergehen zu können.

Zu Ostern 1926 eröffnete die erste öffentliche Montessori-Klasse in Berlin-Wilmersdorf an der 9. Volksschule, weitere Klassen folgten an Volksschulen in Lichtenberg und Wedding und an einer privaten Montessori-Schule im Bezirk Dahlem.

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