Die Anfänge ab 1913

Maria Montessori 1913

An dem 2. Internationalen Kurs 1913/14 von Maria Montessori nahmen die italienisch sprechende Berlinerin Elsa Ochs, Hilde Hecker und Elisabeth Schwarz (später Schwarz-Hierl) teil. Begeistert zurückgekehrt mit vielen Ideen, steckte Elsa Ochs ihre Freundin Clara Grunwald mit dem Gedankengut Montessoris an. Es gelang den beiden Frauen, mit Unterstützung weiterer reformpädagogisch orientierter Pädagogen, von der Norm abweichende Erziehungsstätten sowohl im Bereich der staatlichen Schule als auch im Bereich vorschulischer Betreuung einzurichten. (Details hier.) Eine entscheidende Rolle dabei spielte der Bund entschiedener Schulreformer.

Um Geld für ihre Aktivitäten zu bekommen, entfaltete Clara Grunwald eine rege propagandistische Tätigkeit. So hielt sie Diavorträge in vielen Teilen Deutschlands, verkaufte Postkarten mit Fotos mit Kindern, die mit Montessori-Material arbeiten und hielt Sprechstunden für Eltern zu Erziehungsfragen ab.

1919 hatte sie mit anderen bereits das Deutsche Montessori Komitee gegründet, dem nur Pädagogen angehören durften, 1921 erfolgte die Gründung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Montessori-Methode in Deutschland e.V. Die beiden Organisationen schlossen sich 1925 zur Deutschen Montessori Gesellschaft zusammen, deren Leitung Clara Grunwald hatte. Das publizistische Organ der Gesellschaft waren die unregelmäßig erscheinenden Montessori-Nachrichten. Weitere öffentlichkeitswirksame Aktivitäten waren Broschüren und Artikel in Fachzeitschriften, z.B. in Die neue Erziehung.

Sehr wichtig für den Erfolg der Öffentlichkeitsarbeit war selbstverständlich Maria Montessori selbst. So gelang es, sie für einen Vortrag an der Berliner Universität am 27.10.1922 zum Thema „Grundlinien meiner Erziehungsmethode“ zu gewinnen. Etwa ein Jahr später führten Elsa Ochs und Clara Grunwald von April bis September 1923 den ersten deutschen Ausbildungskurs für Montessori-Pädagogik durch.

Danach halfen die Berliner meist in Form von Vorträgen, bei Gründungen von Kinderhäusern an anderen Orten: Clara Grunwald erwähnt verschiedenen Städte in der Mark Brandenburg, Städte in Pommern, in Sachsen und Schlesien, aber auch Frankfurt/Main, Nürnberg, Mainz, Köln, Aachen und mehrere Städte im Ruhrgebiet.

Um den Mangel an ausgebildeten Lehrkräften zu beheben, fand wiederum unter der Leitung von Clara Grunwald 1925 ein weiterer Ausbildungskurs statt und zusätzlich einer von Oktober 1926 bis Februar 1927 unter direkter Leitung von Maria Montessori selbst.

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